Sonntag, 19. November 2017

Geschäftsführer fordern Rücktritt von Mainz-Boss

Revolte gegen den neuen Klubchef: Johannes Kaluza soll seinen Posten als Vorstandsvorsitzender beim FSV Mainz 05 nach nur fünf Monaten im Amt wieder räumen.

Nach Informationen des Kicker wurde der 63-Jährige von Sportvorstand Rouven Schröder und den vier Geschäftsführern zum Rücktritt aufgefordert.

Schröder und die Geschäftsführer sollen dem Nachfolger von Harald Strutz vorwerfen, dass eine Zusammenarbeit mit ihm nicht möglich sei und er jegliche Vereinsziele gefährde.

Erst am 25. Juni wurde Kaluza auf der Mitgliederversammlung gewählt, im Oktober thematisierte er eine Aufwandsentschädigung für sich selbst, obwohl er während seines Wahlkampf gesagt hatte, unentgeltlich tätig sein zu wollen .

Intern sei ihm abgeraten worden, dies zum Thema zu machen. "Falls interne Prozesse Anlass zu Diskussionen geben, gehören diese nicht in die Öffentlichkeit, sondern werden intern in unseren Vereinsgremien besprochen", kommentierte Geschäftsführer Tobias Sparwasser am Sonntag die Diskussion um den Bundesligaklub.


Sonntag, 19. November 2017

Düsseldorf greift nach der Tabellenspitze

Fortuna Düsseldorf reicht am 14. Spieltag der 2. Bundesliga ein Unentschieden beim FC Ingolstadt (ab 13.30 Uhr im LIVETICKER), um wieder die Tabellenführung zu übernehmen.

Doch mit dem FCI wartet ein sehr schwerer Gegner auf die Düsseldorfer. Die Ingolstädter sind nämlich seit sechs Pflichtspielen ungeschlagen. Dementsprechend optimistisch gibt sich Ingolstadts Trainer Stefan Leitl: "Das ist eine besondere Herausforderung. Aber ich glaube nicht, dass er (Friedhelm Funkel, Anm. d. Red.) zaubern kann, ebenso wenig wie wir", sagte Leitl. "Darum bin ich sehr optimistisch, dass wir gewinnen können."

Ebenfalls am Sonntag spielen St. Pauli gegen Regensburg (ab 13.30 Uhr im LIVETICKER) und der MSV Duisburg gegen Erzgebirge Aue (im LIVETICKER).

Regensburg hofft auf Heimschwäche von St. Pauli

Regensburg kämpft nach zuletzt zwei Siegen in Serie darum, sich weiter Luft im Abstiegskampf zu verschaffen. Doch gegen die Hamburger, die derzeit auf Platz acht stehen, wird dies nicht so leicht. Hoffnung kann den Oberpfälzern aber die Heimschwäche von St. Pauli machen. Die Norddeutschen holten nämlich nur einen Heimsieg aus sechs Spielen.

Auch Duisburg hat vor allem zuhause Probleme und konnte vor heimischer Kulisse noch keinen Sieg einfahren. Die nächste Chance hat der MSV nun gegen Erzgebirge Aue - und da spricht die Statistik für einen Erfolg der Duisburger.

In sechs Partien gegen Aue konnte der MSV viermal gewinnen, zweimal gab es ein Remis.


Sonntag, 19. November 2017

Schalke winkt Sprung auf Platz zwei

Der 12. Spieltag der Fußball-Bundesliga wird mit zwei Spielen beschlossen.

Dabei kann sich Schalke 04 ab 15.30 Uhr (im LIVETICKER) mit einem Erfolg gegen den Hamburger SV in der Spitzengruppe festsetzen.

Die Gelsenkirchner sind seit fünf Spielen ungeschlagen und stehen derzeit auf einem Champions-League-Platz, doch der HSV reist nach seinem 3:1-Erfolg gegen Stuttgart mit Selbstbewusstsein an.

"Wir wollen natürlich nachlegen, darauf haben wir uns nach dem Stuttgart-Spiel direkt eingeschworen", sagte Sturm-Hoffnung Jann-Fiete Arp, der noch keine offiziellen Interviews gibt, sich aber im Vereinsmagazin äußerte: "Und für mich persönlich ist es tatsächlich das nächste Highlight, in einem solchen Stadion dabei zu sein und alles hautnah zu erleben. Ich werde versuchen, mich davon nicht beeinflussen zu lassen und mich ausschließlich auf mein Spiel zu konzentrieren, es gleichzeitig aber auch wieder zu genießen."

HSV beendet Negativserie

Der HSV beendete mit dem Sieg gegen den VfB seine Negativserie von acht sieglosen Spielen. Allerdings profitierte das Team von Trainer Markus Gisdol von einem unberechtigten Platzverweis.

Zusammen mit dem jungen Japaner Tatsuya Ito will Arp auch gegen ein wiedererstarktes Schalke wirbeln. Doch Gisdol wirbt darum, die Erwartungen nicht zu groß werden zu lassen.

"Unsere Youngster sollen nicht alle Last auf sich nehmen. Sie sollen von unseren älteren Profis getragen werden", sagte Gisdol, der in Gelsenkirchen auf Albin Ekdal (Faszienverletzung im rechten Oberschenkel) verzichten muss.

Schalke muss wohl weiterhin auf Leon Goretzka verzichten, für den das Spiel wahrscheinlich noch zu früh kommt.

Bremen hofft auf ersten Saisonsieg

Werder Bremen hofft ab 18 Uhr (im LIVETICKER) gegen Hannover 96 auf den ersten Saisonsieg.

Die Niedersachsen haben bislang nur fünf Punkte auf dem Konto uns sind inklusive letzter Saison seit 14 Spielen sieglos. Ein Negativrekord für die Bremer.

Aber auch Hannover steht unter Druck. Das Team von Trainer Andre Breitenreiter kassierte in den vergangenen sechs Pflichtspielen vier Niederlagen. Allerdings steht Hannover weiterhin auf einem guten sechsten Platz.


Samstag, 18. November 2017

Krieger Vidal feiert Wiederauferstehung

Arturo Vidal hatte ein Lächeln auf dem Gesicht, als er die Allianz Arena verließ. Er sei "sehr glücklich und sehr zufrieden", sagte der Chilene zu SPORT1.

Das konnte er auch sein. Denn beim letztlich lockeren 3:0 gegen den FC Augsburg, mit dem der FC Bayern seine Tabellenführung vor RB Leipzig auf sechs Punkte ausbaute, zeigte Vidal seine beste Saisonleistung. (Die Tabelle der Bundesliga)

Nach 31 Minuten erzielte der 30-Jährige gegen die bis dahin hartnäckig und effizient verteidigenden Gäste das wichtige Führungstor, als er einen Abpraller blitzschnell aus der Drehung zu seinem zweiten Saisontreffer einschoss.

Und sieben Minuten später eroberte er im Mittelfeld den Ball und legte vor auf Robert Lewandowski, der zum vorentscheidenden 2:0 traf, ehe er kurz nach der Pause (49.) den Endstand folgen ließ. (Der Ticker zum Nachlesen)

Fast hätte der "Krieger" sogar ebenfalls sein zweites Tor feiern können, doch sein Kopfball prallte an die Latte statt ins Tor (51.).

Die Highlights des Spieltags am Sonntag ab 9.30 Uhr in Bundesliga Pur

Auch defensiv stark 

Doch nicht nur im Spiel nach vorne, sondern vor allem defensiv überzeugte Vidal. "Er hat unglaublich viel gearbeitet, viele wichtige Zweikämpfe gewonnen und damit Bälle schon vorne abgesaugt", meinte Niklas Süle: "Wenn er so spielt wie heute, braucht man Arturo immer in seinem Team.  In so einer guten Verfassung ist er unheimlich wichtig."

Auch Jupp Heynckes lobte den neben Lewandowski besten Münchner. "Ich bin heute mit ihm zufrieden, so wie mit allen Spielern. Ich kenne Arturo sehr gut, wir haben zwei Jahre in Leverkusen zusammengearbeitet. Ich weiß, was er zu leisten vermag", sagte der Trainer.

Klare Ansage von Heynckes 

Das war allerdings bisher offenbar nicht so. "Als ich hier ankam, da war ich überhaupt nicht mit seiner Leistung zufrieden. Ich habe ihm das auch klipp und klar gesagt: Wenn er sich nicht wieder in Form bringt, gibt es andere Spieler, die den Vortritt haben."

Deshalb war Vidal nur selten erste Wahl in dieser Saison. Und wenn, dann enttäuschte er seinen einstigen Förderer Heynckes. So wie im DFB-Pokalspiel in Leipzig, als er einen Foulelfmeter verursachte, den der Schiedsrichter fälschlicherweise zurücknahm und vor den Strafraum verlegte.

Eine Woche später beim 2:1 in der Champions League bei Celtic Glasgow stand der Mittelfeldspieler wieder in der Startelf, leistete sich aber zum wiederholten Mal zu viele Fouls und Fehlpässe. Trotzdem reagierte er sicht- und hörbar verärgert, als Heynckes ihn auswechselte.

Woraufhin der Coach für seine Verhältnisse sehr deutlich wurde: "Arturo ist ein großartiger Spieler, aber ich erwarte viel mehr von ihm als das, was er gezeigt hat."

Robben: "Hat gesehen, dass er gut trainiert hat"

Eine klare Ansage, die sich der zunächst schwer angesäuerte  Vidal in der Länderspielpause offensichtlich zu Herzen nahm. "Bei Arturo hat man gesehen, dass er sehr gut trainiert hat", berichtete Kapitän Arjen Robben. "Er war heiß heute. Das hat er gezeigt und sehr gut gemacht."

Vielleicht war das Spiel gegen Augsburg die Wende für den 2015 für 35 Millionen Euro von Juventus verpflichteten Vidal, dessen Leistungskurve in den vergangenen Monaten kontinuierlich nach unten zeigte.

Schon im Sommer soll Inter Mailand über 50 Millionen Euro für den Routinier geboten haben, der noch einen Vertrag bis 2020 besitzt. Und auch aktuell sind die Italiener angeblich interessiert, Vidal zurück in die Serie A zu holen.

Mit Auftritten wie am Samstag dürfte er allerdings auch beim Nachfolger von Heynckes in München gute Karten besitzen.


Samstag, 18. November 2017

Transferticker: Das sagt Bayern über Griezmann

  • Bayern nennt Zeitfenster für Robben-Verlängerung (21.30 Uhr)
  • Griezmann zu Bayern? Das sagt Salihamidzic (16.24 Uhr)
  • Daran hängt der Wagner-Wechsel (14.19 Uhr)

21.30 Uhr: Bayern nennt Zeitfenster für Robben-Verlängerung +++

Der Vertrag von Arjen Robben beim FC Bayern München läuft Ende Juni 2018 aus. Dass die Münchner den Kontrakt des Niederländers verlängern wollen, ist "keine Frage", erklärte Bayerns Sportdirektor Hasan Salihamidzic am Samstag nach dem 3:0 gegen den FC Augsburg im Gespräch mit SPORT1.

"Er (Robben) ist ein erfahrener und verdienter Spieler. Er weiß, was er am Klub hat und wir wissen, was wir an ihm haben", sagte Salihamidzic. Es sei "überhaupt keine Frage, dass wir irgendwann darüber sprechen werden. Wir werden uns irgendwann im Frühjahr damit beschäftigen", steckte Salihamidzic den zeitlichen Rahmen ab.

"Er ist ein Vollprofi und im Moment top drauf. Wir lassen uns Zeit - und im Frühjahr schauen wir mal."

16.24 Uhr: Salihamidzic äußert sich zu Griezmann +++

Hasan Salihamidzic hat sich zur Personalie Antoine Griezmann geäußert und dabei Raum für Spekulationen gelassen. Zuletzt hatte die spanische Zeitung Sport berichtet, der FC Bayern könnte ins Rennen um den französischen Nationalstürmer einsteigen.

Salihamidzic kommentierte die Gerüchte wie folgt: "Wir haben uns noch gar nicht mit dem Namen Griezmann beschäftigt. Wir haben noch Zeit, das Transferfenster öffnet erst am 1. Januar", so Bayerns Sportdirektor bei Sky. "Wir werden versuchen, gute und vernünftige Entscheidungen zu treffen. Verrückte Sachen werden wir nicht machen."

Griezmann besitzt bei Atletico Madrid noch einen Vertrag bis 2022. Durch eine Klausel kann der 26-Jährige die Spanier aber im Sommer für 100 Millionen Euro verlassen.

Ob der deutsche Rekordmeister um Griezmann buhlt, bleibt also offen. Bereits im Winter soll jedoch Sandro Wagner von der TSG 1899 Hoffenheim an die Isar wechseln. Nach beiden Trainern bestätigte auch Salihamidzic Gespräche über eine Rückkehr.

+++ 14.19 Uhr: Daran hängt der Wagner-Poker +++

Dass Sandro Wagner nach der Winterpause im Bayern-Trikot auflaufen könnte, bestätigte Jupp Heynckes auf der Pressekonferenz der Münchner am Freitag. Allerdings erklärte der FCB-Trainer, dass die Verhandlungen noch nicht allzu weit gediehen seien.

Wie Hoffenheim-Coach Julian Nagelsmann nun vor dem Heimspiel gegen Frankfurt sagte, ist der Knackpunkt für den Deal die Ablösesumme. "Die spielt natürlich eine Rolle", so der TSG-Trainer bei Sky. "Sandro hat vor kurzem verlängert und wir sind in keiner Position, ihn zu verkaufen zu müssen oder zu wollen. Es hängt schon viel an der Ablöse."

Zunächst war die Rede von zehn Millionen Euro, was von Hoffenheimer Seite allerdings als "Testballon" der Münchner bezeichnet wurde. Weil Wagners Vertrag noch bis 2020 läuft, dürfte der Nationalstürmer um einiges teurer werden.

Auch Hasan Salihamidzic bestätigte vor dem Duell mit dem FC Augsburg Gespräche. "Natürlich wird es eine Ablösesumme geben. Wir sind da total entspannt, sind nicht unter Druck und haben Zeit", so Bayerns Sportdirektor.

+++ 14.01 Uhr: Herrmann deutet Gladbach-Abschied an +++

Patrick Herrmann zählt mit seinen 26 Jahren schon zu den alten Eisen bei Borussia Mönchengladbach. Der Flügelflitzer spielt bereits seit 2008 für die Fohlen, wurde zuletzt aber immer wieder durch Verletzungen zurückgeworfen.

In der laufenden Saison kam Herrmann bei der Borussia zu neun Einsätzen, stand jedoch nur drei Mal in der Startelf. Kein Wunder, dass der 26-Jährige mit seiner aktuellen Situation nicht zufrieden ist.

"Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich gern spielen will. Und das kann ich momentan selten", sagte Herrmann der Rheinischen Post. "Dass ich komplett zufrieden bin, kann ich nicht sagen."

Deshalb mache sich der zweimalige Nationalspieler "Gedanken über meine Zukunft". Die Borussia sei zwar "mein Verein" und Herrmann wolle keineswegs unbedingt weg. "Aber man muss eben schauen, wie es sich entwickelt für mich", so der Flügelspieler.

Herrmanns Vertrag in Gladbach läuft noch bis 2019.

+++ 09.33 Uhr: United wagt letzten Versuch bei Bale +++

Was lange währt, wird endlich gut?

Schon seit längerer Zeit wird Gareth Bale mit den Red Devils in Verbindung gebracht. Und geht es nach Manchester United, soll der Real-Star im Sommer nun endlich für das Team von Jose Mourinho auflaufen.

Wie der Mirror berichtet, plant United ein drittes und wohl auch letztes Angebot für den Flügelstürmer, der Real Madrid trotz Vertrags bis 2022 verlassen kann.

95 Millionen Euro soll der Waliser kosten, anno 2013 wechselte Bale von den Tottenham Hotspur für die damalige Weltrekordsumme von rund 101 Millionen Euro nach Spanien. 

Die vielen Verletzungen sollen Trainer Zinedine Zidane aber mittlerweile ein Dorn im Auge sein, 40 der letzten 60 Spiele hat Gareth Bale für die Königlichen verpasst. 

Sein Ex-Klub Tottenham Hotspur soll dabei trotz Rückkaufklausel, die bis 2019 gilt, keine Rolle spielen.

Freitag, 17. November:

+++ 15.28 Uhr: Brasilianer vor PSG-Wechsel +++

Laut Informationen des Online-Portals Esporte Interativo steht Paris Saint-Germain kurz vor der Verpflichtung eines brasilianischen Mittelfeldspielers. Wendel von Fluminense Rio de Janeiro soll sich PSG im Winter anschließen.

Als Ablöse werden zehn Millionen Euro aufgerufen. Nach der Miniskus-Verletzung von Mittelfeldabräumer Thiago Motta herrscht bei den Parisern ein großer Engpass im defensiven Mittelfeld.

Während sich in der Offensive Edinson Cavani, Lucas Moura, Kylian Mbappe, Angel di Maria, Julian Draxler, Giovani Lo Celso sowie Neymar um Spielzeit streiten, hat PSG-Coach Unai Emery für die Mittelfeldzentrale nur noch Marco Verratti, Javier Pastore und Adrien Rabiot zur Verfügung.

Dadurch macht die Verpflichtung des 20-jährigen Wendel, der in der 1. Liga Brasiliens in 30 Spielen vier Mal traf und zwei weitere Treffer für Fluminense auflegte, durchaus Sinn.

+++ 13.46 Uhr: Barca nimmt Özil ins Visier +++

Laut der Marca hat der FC Barcelona für den Winter eine prominente Streichliste von zehn Spielern zusammengestellt. Darüber hinaus soll sich der Klub immer noch um Philippe Coutinho vom FC Liverpool sowie Mesut Özil von Arsenal bemühen.

Laut spanischen Medien benötigen die Katalanen für ein positives Ergebnis im kommenden Geschäftsjahr rund 150 Millionen Euro. Davon sollen 50 Millionen aus dem Verkauf der gehandelten Spieler zustande kommen.

Auf der illustren Liste finden sich Jasper Cillessen, Lucas Digne, Aleix Vidal, Thomas Vermaelen, Javier Mascherano, Rafinha, Andre Gomes, Arda Turan und Denis Suarez sowie Paco Alcacer wieder.

Da Barcelonas Kader aber eh nur aus 24 Spielern besteht, ist nicht davon auszugehen, dass jeder einzelne der zehn Namen zu Geld gemacht wird. Vielmehr will Barca, das laut Daily Mail weltweit die höchsten Gehälter zahlt, auf diesem Posten für 2017 Einsparungen machen.

Denn durch den Millionen-Deal von Neymar zu PSG sind durchaus auch Winter-Neuzugänge möglich: Allerdings ist Liverpool immer noch nicht gewillt, Coutinho abzugeben. Und deshalb rückt nun Özil in den Fokus, dessen Vertrag im Sommer 2018 ausläuft.

Will Arsenal also noch Geld mit dem deutschen Nationalspieler verdienen, müsste ein Verkauf im Januar stattfinden. Özil wäre dann aber deutlich unter Marktwert zu haben.

+++ 12.54 Uhr: Ösi-Juwel weckt VfB-Interesse +++

Der VfB Stuttgart hat laut der Bild-Zeitung den österreichischen Innenverteidiger Dario Maresic ins Visier genommen.

Der 18-Jährige gilt als eines der größten Talente der Alpenrepublik. Trotz seiner jungen Jahre ist der 1,87-Meter-Mann mit kroatischen Wurzeln bereits Stammspieler bei Sturm Graz und Teil der U21-Nationalmannschaft Österreichs, für die er sieben Spiele (ein Tor) absolviert hat.

Der VfB will den Innenverteidiger aber erst zum Sommer 2018 verpflichten, wenn sein Vertrag in Graz ausläuft. Günstig wird die Verpflichtung für die Schwaben allerdings nicht, da Maresic laut diversen Medienberichten ein Handgeld von drei Millionen Euro verlangen soll. 

Deshalb sollen die ebenfalls interessierten Bundesligisten Schalke 04 und Hannover 96 bereits abgewunken haben. Neben Maresic werden auch Marc-Oliver Kempf vom SC Freiburg und Kevin Akpoguma von der TSG Hoffenheim in Stuttgart gehandelt.

+++ 10.14 Uhr: Wagner könnte deutlich teurer werden +++

Dass Sandro Wagner in der Winterpause vor einem Wechsel von der TSG Hoffenheim zum FC Bayern steht, ist seit Donnerstag bekannt.

Allerdings dürfte die zunächst kolportierte Ablöse von zehn Millionen Euro deutlich höher liegen. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, distanzieren sich die Kraichgauer deutlich von dieser Summe.

"Das ist eher so ein Testballon", wird ein nicht namentlich erwähnter TSG-Funktionär zitiert. Ein Testballon der Bayern.

Hoffenheims Cheftrainer Julian Nagelsmann, der bei der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen Frankfurt am Samstag Wagners Wechselwunsch bestätigte, ging auch kurz auf die finanziellen Aspekte des möglichen Deals ein: "Bei einem Transfer spielen viele Dinge eine Rolle", sagte der Coach. "Natürlich auch die Ablösesumme."

Pikanterweise lässt sich Wagner von der "Rummenigge Sport Marketing" beraten - der Agentur von Karl-Heinz Rummenigges Sohn Roman. Die Wege nach München sind für den Stürmer also kurz - jetzt scheint es "nur" noch um die finanzielle Entschädigung für 1899 zu gehen.

Doch wann wäre die Schmerzgrenze für die TSG erreicht? Berücksichtigt man die verschiedenen Faktoren, wie Wagners Vertragslaufzeit (bis Juni 2020), seinen Status in Hoffenheim und in der Nationalmannschaft, sowie sein Alter (in Kürze 30), scheint eine deutlich höhere Summe als zehn Millionen Euro tatsächlich denkbar.

+++ 9.46 Uhr: Barca jagt Tottenham-Star +++

Dänemarks WM-Held Christian Eriksen hat sich mit seinen starken Auftritten in die Notizbücher vom FC Barcelona gespielt, berichtet Mundo Deportivo.

Der Spielmacher steht bei Tottenham Hotspur aber noch bis 2020 unter Vertrag und Spurs-Präsident Daniel Levy hat seinen Stellenwert für die Mannschaft mit einer klaren Aussage bereits unterstrichen: "Wenn PSG für Neymar 222 Millionen Pfund bezahlt hat, dann ist Eriksen 225 Millionen Pfund wert."

In Barcelona gilt der dänische Nationalspieler als Alternative, falls der Transfer von Wunschspieler Philippe Coutinho erneut scheitern sollte. Liverpool lehnte bereits vor der aktuellen Saison mehrere Angebote von Barca ab.

Ob Tottenham sich aber als leichterer Verhandlungspartner als die "Reds" erweisen wird, darf bezweifelt werden. Erst recht nach dem Hattrick von Eriksen im WM-Quali-Rückspiel gegen Irland.

Die Spurs haben mit dem aufstrebenden Dänen, Harry Kane und Delli Ali Großes vor – die englische Meisterschaft soll her – und steht nicht unter Druck, verkaufen zu müssen.

Auch wenn Eriksen gegenüber der dänischen Zeitung Ekstra Bladet verriet: "Nicht viele Spieler haben Nein zu Barcelona gesagt", erstickte er die Spekulationen im Keim. "Ich stehe noch einige Jahre bei den Hotspur unter Vertrag und es sind nur Gerüchte. Es gibt keinen Kontakt zu Barca."

+++ 7.58 Uhr: Wolfsburg will Origi halten +++

Der Last-Minute-Transfer von Divock Origi zum VfL Wolfsburg hat sich bislang voll ausgezahlt. Die Liverpool-Leihgabe hat sich sofort in der Mannschaft festgespielt und ist mit vier Toren der Top-Torschütze der "Wölfe".

Deshalb versucht auch VfL-Sportdirektor Olaf Rebbe den Deal mit Origi, der noch bis Juli 2019 an den FC Liverpool gebunden ist, über die aktuelle Saison hinaus fortzuführen.

"Es wäre fahrlässig, wenn wir uns nicht darum bemühen würden", sagte Rebbe im kicker. Allerdings wecken die starken Leistungen des belgischen Nationalspielers auch das Interesse anderer Top-Klubs.

Zuerst einmal sei man froh, Origi von einer Ausleihe nach Wolfsburg überzeugt zu haben. "Er fühlt sich bei uns wohl", betont Wolfsburg Sportdirektor. "An allem Anderen arbeiten wir." Doch weitere starke Auftritte des 22-jährigen Stürmers werden Rebbes Plan nicht gerade erleichtern.

Donnerstag, 16. November:

+++ 14.55 Uhr: Ujah als Wagner-Ersatz? +++

Beim letzten Heimspiel des 1. FC Köln erlebten die Effzeh-Fans eine angenehme Überraschung: Ihr früherer Torjäger Anthony Ujah war da.

Um ein Comeback beim Abstiegskandidaten vorzubereiten? "Schauen wir mal", sagte Ujah selber. Nun allerdings fällt ein neues Licht auf den Besuch.

Es sieht so aus, als ob der nigerianische Stürmer bei Kölns Gegner anheuert: 1899 Hoffenheim. Als Ersatz für Sandro Wagner.

Wagner will zum FC Bayern München wechseln, als Backup-Stürmer für Robert Lewandowski. Julian Nagelsmann hat das am Donnerstag bei der Spieltags-Pressekonferenz bestätigt. Weil seine Nachfolge längst geregelt ist? 

Die Sport Bild berichtet, dass schon Verhandlungen mit Ujah geführt worden sind. Der frühere Kölner und Bremer Torjäger (23 Treffer in 76 Bundesliga-Spielen) ist jedenfalls auf dem Markt.

Liaoning Hongyun, der chinesische Klub, zu dem er 2016 gewechselt war, ist aus der Chinese Super League abgestiegen. Ujah bestätigte öffentlich, dass er einen neuen Verein sucht. Es sieht so aus, als hätte er ihn gefunden.

+++ 13.23 Uhr: Barca fürchtet Bayern im Griezmann-Poker +++

Im Winter scheint der FC Bayern Sandro Wagner zu verpflichten. Bemühen sie sich im Sommer um einen internationalen Kracher?

Die spanische Zeitung Sport legt es nahe: Sie berichtet, dass die Bosse des FC Barcelona damit rechnen, dass der Rekordmeister in das Rennen um Antoine Griezmann einsteigt.

Der französische Flügelstürmer (Vertrag bis 2022) kann Atletico Madrid im Sommer für 100 Millionen Euro verlassen. Er ist Kandidat bei Barca, das nach dem Neymar-Transfer noch recht flüssig ist und nach einer weiteren Verstärkung für die Offensive sucht.

Laut Sport wäre Griezmann Wunschkandidat der Katalanen, sollte der Poker um Liverpools Philippe Coutinho weiter ergebnislos bleiben. Auch andere Medien bringen Barca und Griezmann miteinander in Verbindung, wobei ihn auch Manchester United und Manchester City im Visier haben sollen.

Bei Barca glauben sie nun also angeblich, dass Bayern mitpokern wird. Eine realistische Einschätzung? Zwar wurde Griezmann immer mal wieder bei Bayern gehandelt, konkret aber wurde es nie. Zu teuer, hieß es.

Eben erst hat Jupp Heynckes dem Klub ja aber geraten, doch mal einen Knaller-Transfer zu wagen...

+++ 11.59 Uhr: Wagner will zum FC Bayern +++

Der FC Bayern hat offenbar einen Backup für Robert Lewandowski gefunden.

Nationalspieler Sandro Wagner hat die TSG Hoffenheim bereits gebeten, ihn in der Winterpause zum Rekordmeister ziehen zu lassen. Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann bestätigte am Donnerstag, dass Wagner einen derartigen Wunsch geäußert habe.

Nagelsmann sagte, dass Bayern und Hoffenheim bereits verhandeln. Er spricht davon, "... dass der Wechsel im Winter zustande kommt."

Der Stürmer selbst nährte die Spekulationen, indem er sich am Mittwochabend in München beim Spiel der Bayern-Basketballer im Eurocup gegen Galatasaray Istanbul im Audi Dome zeigte. Er sah sich die Partie gemeinsam mit Miroslav Klose aus der ersten Reihe an. Auch Javi Martinez und Joshua Kimmich waren dort zu finden.

Der 29-jährige Wagner stammt aus der Bayern-Jugend und spielte zwischen 1995 und 2008 in München. Seine Frau lebt mit seinen beiden Kindern seit 2015 im Vorort Unterhaching.

+++ 10.55 Uhr: "Funkstille" bei Eintracht und Hradecky +++

Ist Torwart Lukas Hradecky für Eintracht Frankfurt nicht zu halten?

Wie der kicker berichtet, will und will des den Frankfurtern nicht gelingen, den 27 Jahre alten Finnen von einer Vertragsverlängerung zu überzeugen.

Vater und Berater Vladimir habe alle Angebote abgelehnt, den im Sommer auslaufenden Kontrakt zu verlängern, Sportchef Fredi Bobic seine letzte Offerte zurückgezogen. Nun herrsche "Funkstille".

Hradecky selbst? Sagt: "Ich halte mich raus. Ich habe meinem Vater gesagt, er soll mit den Verantwortlichen reden. Wenn etwas auf dem Tisch liegt, das ich unterschreiben soll, dann mache ich das."

Scheint schwieriger zu sein, als es klingt.

+++ 10.43 Uhr: U21-Europameister Kempf geht - zum VfB? +++

Ein deutscher EM-Held geht neue Wege: Wie der kicker berichtet, könnte Verteidiger Marc-Oliver Kempf den SC Freiburg im kommenden Sommer ablösefrei zum VfB Stuttgart gehen.

Der 22-Jährige hat dem Klub bereits mitgeteilt, dass er seinen auslaufenden Vertrag nicht verlängern werde. Freiburg bestätigte das am Wochenende.

Als neuer Verein im Gespräch: Der VfB Stuttgart, der schon in diesem Sommer angefragt hatte, aber nicht die zweistellige Ablösesumme zahlen wollte, die Freiburg haben wollte.

Kempf bestritt beim deutschen EM-Coup in Polen jedes Spiel über die volle Distanz, in Stuttgart könnte er die Nachfolge von Holger Badstuber antreten, dessen Vertrag 2018 endet.

+++ 9.26 Uhr: Lotst Mendes Alli zu Real? +++

Tütet Star-Berater Jorge Mendes den nächsten Top-Transfer für Real Madrid ein?

Wie die Daily Mail berichtet, intensiviert der Mann, der Cristiano Ronaldo groß herausbrachte, seine Bemühungen um einen neuen Klienten: das englische Super-Talent Dele Alli.

Mendes habe formelle Gespräche mit einem Familienmitglied des Mittelfeldspielers von Tottenham Hotspur aufgenommen.

Der 21-Jährige (Vertrag bis 2022) gilt als Wunschspieler von Real Madrid, ein Deal mit Mendes würde einen solchen Deal wahrscheinlicher machen: Der Portugiese pflegt beste Beziehungen mit Real-Präsident Florentino Perez.


Samstag, 18. November 2017

Wölfe verpassen Rekord - und feiern Schmidt

Diesen Rekord dürfte der VfL Wolfsburg sehr gerne verpasst haben: Nach sieben Unentschieden in Folge haben die Wölfe unter Trainer Martin Schmidt endlich ihren ersten Sieg eingefahren.

Bei einem weiterem Remis hätte der VfL den Unentschieden-Rekord von Waldhof Mannheim aus dem Jahr 1985 eingestellt.

Nach der Partie hagelte es Lob für den neuen Trainer. "Martin Schmidt gibt mir das nötige Vertrauen", sagte der zweifache Torschütze Yunus Malli, dessen Treffer die Basis zum 3:1 (2:0)-Sieg gegen den SC Freiburg gelegt hatten.

Und auch VfL-Sportdirektor Olaf Rebbe schwärmte: "Unsere gesamte positive sportliche Entwicklung hängt am Trainer." (Die Tabelle der Bundesliga)

Der Schweizer hatte fast Mühe, die Euphorie am Mittellandkanal nach einer soliden, aber keineswegs überragenden Leistung gegen ein nahezu chancenloses Gästeteam zu bremsen: "Der Sieg war wichtig für unsere Situation, aber ich werde im Training schon darauf achten, dass die Jungs in der Spur bleiben."

Die Highlights des Spieltags am Sonntag ab 9.30 Uhr in Bundesliga Pur

Schmidt ein Glücksgriff für Wolfsburg

Die aktuellen Zahlen verdeutlichen, dass die Niedersachsen mit dem Wechsel von Andries Jonker zu Schmidt scheinbar einen Glücksgriff getan haben.

In seinen ersten neun Partien bei den Norddeutschen blieb der 50-Jährige ungeschlagen. Seit dem Bundesliga-Aufstieg vor 20 Jahren ist dies bei den Wölfen keinem Trainer gelungen.

Und so fielen die Umarmungen nach Spielende zwischen Schmidt und Malli besonders herzlich aus. Das Duo hat wie schon in guten gemeinsamen Zeiten beim FSV Mainz 05 in Wolfsburg eine Erfolgsgemeinschaft gegründet.

Schmidt schwärmt von Malli

Unter Jonker und dessen Vorgänger Valerien Ismael war Malli selten erste Wahl. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

"Yunus kann unser Umschaltspiel veredeln. In dieser Rolle blüht er förmlich auf", schwärmte Schmidt über den türkischen Nationalspieler, der gegen die Breisgauer in der 29. und 70. Minute erfolgreich war.

Der 25-Jährige gab die Komplimente artig zurück: "Wenn es so läuft, zieht meine Formkurve nach oben." Yannick Gerhardt (3.) hatte Wolfsburg früh in Führung gebracht, Bartosz Kapustka (68.) gelang nur der Anschlusstreffer.

Freiburg setzt Talfahrt fort

Beim SC Freiburg setzte sich daher die sportliche Talfahrt mit dem mutlosen Auftritt fort. Nur einen Punkt aus den letzten fünf Spielen holte das Team, der letzte Auswärtssieg liegt mehr als sieben Monate zurück. (Ergebnisse/Spielplan der Bundesliga)

Mehr denn je steht man im Schwarzwald nun unter dem Druck, die kommenden beiden Heimspiele gegen Mainz und den Hamburger SV möglichst zu gewinnen. Trainer Christian Streich begegnete der prekären Tabellensituation mit Sarkasmus: "Wir haben halt ein bisschen wenig Spiele gewonnen seit Saisonbeginn."

Die problematische Lage überrascht den eigenwilligen Coach nach eigenem Bekunden nicht. "Ich falle da nicht aus allen Wolken. Mir war immer klar, dass wir in eine solche Situation kommen konnten", sagte der 52-Jährige und verwies auf die Abgänge von Maximilian Philipp (Dortmund) und Vincenzo Grifo (Mönchengladbach), die derzeit nicht kompensiert werden können.

Da blieb SCF-Kapitän Julian Schuster kaum mehr übrig, als an den ungebrochenen Einsatzwillen seiner Teamkollegen zu appellieren: "Die Einstellung stimmt, definitiv. Wir müssen jetzt noch geschlossener auftreten."


Samstag, 18. November 2017

Wieder Video-Ärger: Warum Brych nicht korrigiert wurde

Der 1. FC Köln steckt nach dem 0:1 beim FSV Mainz 05 weiter tief in der Krise. Das kann man aber auch vom Videobeweis sagen.

Der Knackpunkt bei der nächsten Kölner Niederlage war der Elfmeter, der letztlich zum Mainzer Siegtreffer führte. Äußerst umstritten war der - und eigentlich hätte er ein Paradebeispiel dafür werden können, wie der Videobeweis richtig angewendet wird. Doch daraus wurde leider nichts.

Kurz vor der Pause hatte FIFA-Schiedsrichter Dr. Felix Brych auf Elfmeter entschieden, nachdem Frederik Sörensen und Konstantin Rausch den Mainzer Pablo De Blasis behindert haben sollen.

Das einzige Problem: Außer Brych konnte zunächst niemand einen Kontakt erkennen. "Da gibt es keine zwei Meinungen. Er (De Blasis, Anm. d. Red.) steht zwischen uns beiden und springt ab. Das ist eine ganz klare Schwalbe und Gelbe Karte", tobte Rausch bei Sky. Auf dem Rasen griff sich Brych ans Ohr, lauschte dem Video-Assistenten Tobias Welz in Köln - und blieb zur Verblüffung aller bei seiner Entscheidung

Die Highlights des Spieltags am Sonntag ab 9.30 Uhr in Bundesliga Pur

Brych räumt Fehleinschätzung ein

"Auf dem Platz war es für mich ein klarer Elfmeter. Ich habe nach Köln Kontakt aufgenommen und da wurde mir bestätigt 'Kontakt am Knie'. Ich habe auch mit dem Spieler gesprochen und der hat mir auch gesagt, es lag ein Kontakt vor. Ich habe mir jetzt die Bilder angeschaut, ich kann da keinen Kontakt erkennen", gestand Brych nach der Partie.

Auf die Frage, ob sich Brych die Szene denn nicht noch einmal selbst am TV hätte ansehen sollen, antworte Brych: "Nach der Schlacht ist jeder General. Wir haben es so gemacht. Man kann immer etwas verbessern."

Dass er sich nicht näher zu der Frage äußern wollte, ob er sich als Schiedsrichter manchmal allein gelassen führt, spricht wohl ebenfalls Bände.

Warum blieb die Entscheidung bestehen?

Doch warum bestätigte der Video-Assistent in Köln die Entscheidung von Brych, wenn sich alle nach Studie der TV-Bilder einig waren, dass kein elfmeterreifes Foul vorlag?

In der jüngsten DFB-Mitteilung, die Schiedsrichter-Chef Lutz-Michael Fröhlich am Freitag verschickte, findet sich dazu folgende Erklärung: "Der Video-Assistent kann den Schiedsrichter nur in spielentscheidenden Situationen unterstützen, wenn der Schiedsrichter auf dem Spielfeld eine klare Fehlentscheidung getroffen oder eine entscheidende Szene übersehen hat." 

Bleibt die Frage, wie der DFB eine "klare Fehlentscheidung" definiert. Hier heißt es in der Mitteilung: "Nach einer Definition des IFAB liegt ein klarer Fehler des Schiedsrichters dann vor, wenn er seine Entscheidung nach Betrachtung des Bildmaterials unverzüglich ändern würde."

Demnach muss der Video-Assistent davon ausgegangen sein, dass Brych seine Entscheidung bei Betrachtung des Bildmaterials nicht geändert hätte.

Die Diskussion um den Videobeweis - am Sonntag, ab 11 Uhr LIVE im CHECK24 Doppelpass im TV auf SPORT1

Köln-Spieler: Brych nannte Maroh als Schuldigen

Ein minimaler Kontakt lag tatsächlich vor, da Rausch seinen Mainzer Gegenspieler mit der Hand leicht an der Hüfte berührt hatte - elfmeterreif war das allerdings nicht.

Den Kölner Spielern soll Brych auf dem Platz sogar gesagt haben, dass Dominic Maroh den Elfmeter verschuldet habe – doch dieser war in der Szene nicht einmal in unmittelbarer Nähe zum Ball.

"Der Schiri sagte zu mir, Maroh hätte gefoult. Meiner Meinung nach war Dominic gar nicht an dieser Situation beteiligt", sagte Sörensen. (Die Tabelle der Bundesliga)

Köln fühlt sich betrogen

Kölns Trainer Peter Stöger fiel es schwer, die richtigen Worte zu finden. "Wenn man kurz vor der Halbzeitpause einen Elfmeter bekommt, ist das schwierig. Die Jungs fühlen sich betrogen, und das ist gefühlt nicht das erste Mal", meinte Stöger bei sky.

Selbst der Mainzer Sportvorstand Rouven Schröder gab beim Anblick der Bilder zu, dass der Elfmeter sehr zweifelhaft war. "Es ist nicht klar zu sehen, aber es ist auf jeden Fall kein eindeutiger Elfmeter", sagte Schröder.

FC-Ikone Lukas Podolski war als TV-Zuschauer des Geschehens im fernen Japan alles andere als begeistert.

Auch Platzverweis gegen Donati umstritten

Brych, der am Samstag als einer von zehn europäischen Referees in die WM-Vorauswahl nominiert wurde, hatte auch sonst nicht seinen besten Tag erwischt.

Seine Rote Karte gegen Giulio Donati war ebenfalls umstritten. Der Mainzer war zuvor von Leonardo Bittencourt unglücklich mit den Stollen im Gesicht getroffen worden. Nachdem dieser Donati aufhelfen wollte, wehrte dieser heftig mit der Hand ab, was Brych als Tätlichkeit ahndete.

Donatis Teamkollege Latza konnte die Entscheidung jedenfalls nicht nachvollziehen: "Er schlägt nach, aber er trifft ihn nicht. Die Karte muss man auf jeden Fall nicht geben."

Brych begründete die Entscheidung damit, dass bereits der Versuch einer Tätlichkeit strafbar ist und fügte hinzu: "Beide machen etwas, Bittencourt macht es unabsichtlich, Donati macht ein bisschen mehr, deswegen wollte ich es unterschiedlich bestrafen."

Tatsächlich kann man hier zumindest nachvollziehen, warum der Video-Assistent Brychs Entscheidung nicht korrigierte – beim Elfmeter fällt das äußerst schwer.


Samstag, 18. November 2017

Gladbach schießt sich dank Raffael auf Platz drei

Borussia Mönchengladbach ist nach einem verrückten Spiel bei Hertha BSC zumindest für einen Tag auf Rang drei der Bundesliga vorgerückt.

Die Borussen gewannen dank eines Doppelpacks von Raffael mit 4:2 (3:1) und blieben erstmals in der laufenden Saison in drei Ligaspielen in Folge ohne Niederlage. (Die Tabelle der Bundesliga)

Gladbch-Trainer Dieter Hecking freute sich nach dem turbulenten Spiel vor allem für den Brasilianer, der mit nur zwei Saisontoren nach Berlin angereist war und in verschiedenen Medien als Sorgenkind bezeichnet wurde.

"Raffael, trau dich!"

"Ich habe zu ihm gesagt, 'Raffa, mach dich nicht verrückt. Du bist ein Super Spieler, trau dich.' Dann ist es schön, wenn er sich belohnt", sagte Hecking bei Sky. "Raffael ist selbstkritisch, aber wir wissen, was wir an ihm haben."

Nationalspieler Lars Stindl (5.), Thorgan Hazard (14./Handelfmeter) und Raffael (20./77.) trafen vor 48.304 Zuschauern für die Gäste, Vedad Ibisevic (28.) und Mitchell Weiser (70.) verkürzten für die Berliner. Hertha musste nach zwei Spielen ohne Niederlage wieder einen Dämpfer hinnehmen und bewegt sich mittlerweile gefährlich nahe an der Abstiegszone.

"Die ersten 20 Minuten haben wir drei Tore kassiert. Wir haben das runtergeschluckt und dann gut gespielt", sagte Hertha-Coach Pal Dardai bei Sky. "Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen, der Gegner war sehr effektiv. Wir sind 90 Minuten nach vorne marschiert."

Die Hausherren begannen nominell äußerst mutig. Trainer Pal Dardai bot in Ibisevic, Davie Selke, Salomon Kalou und Alexander Esswein vier Offensivkräfte auf. Vielleicht etwas zu riskant, denn schon nach fünf Minuten brannte es hinten lichterloh. Denis Zakaria überlief Weiser und passte klug in die Mitte. Stindl konnte ungestört abschließen, weil Karim Rekik und Arne Maier nur zusahen.

Raffael mit Sonntagsschuss

Hertha wirkte hinten indisponiert. Stindl zog in der 13. Minute gefährlich ab, sein Schuss wurde von Rekik abgefälscht - mit der Hand, wie Schiedsrichter Bastian Dankert nach Videobeweis entschied. Die Fans pfiffen, waren sauer, auch wegen der langen Unterbrechung. Doch Hazard ließ sich nicht beirren und verwandelte den Handelfmeter sicher zum 2:0.

Während die Berliner noch benommen über den Platz taumelten, schlug es zum dritten Mal ein. Der Ex-Herthaner Raffael fasste sich aus 35 Metern ein Herz und jagte den Ball rechts oben in den Winkel - ein Sonntagsschuss am Samstagabend. Hertha war bedient. 0:3 nach 20 Minuten im eigenen Stadion - ein Albtraum. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Doch die Mannschaft um Kapitän Ibisevic kam zurück. In der 30. Minute zog Selke rechts den Sprint an, seinen Pass vergab Ibisevic noch. Beim Nachschuss von Weiser war der Bosnier mit dem Fuß zur Stelle und brachte sein Team auf 1:3 heran.

Jetzt wirkte Gladbach wie gelähmt. Hertha witterte seine Chance, hatte bis zu 70 Prozent Ballbesitz. Ibisevic (39./40.) kam dreimal frei zum Kopfball, scheiterte jeweils knapp. Auch nach dem Wechsel drängten die Hausherren, doch Gladbachs Jannik Vestergaard stellte sich zunächst etwas besser auf Ibisevic ein. (Ergebnisse/Spielplan der Bundesliga)

Die Highlights des Spieltags am Sonntag ab 9.30 Uhr in Bundesliga Pur

Gladbach selbst lauerte auf Konter, vor allem der pfeilschnelle Hazard entwischte den Berlinern immer wieder, so dass die Partie spannend blieb. Dardai brachte mit Valentino Lazaro einen weiteren Offensivmann, doch es dauerte bis zur 70. Minute, bis Weiser zum 2:3 einschoss. Raffael sorgte wenige Minuten später wieder für klare Verhältnisse.

Auf die Berliner kommt am Donnerstag die nächste schwere Aufgabe zu. Dann spielt die Hertha in der UEFA Europa League bei Athletic Bilbao (21.05 Uhr LIVE im TV auf SPORT1).


Samstag, 18. November 2017

Leipzig zu grün - Hasenhüttl kritisiert sein Team

RB Leipzig hat die Gunst der Stunde nicht nutzen können und muss um seine seine Position als Bayern-Jäger Nummer eins fürchten.

Der Vizemeister kam bei Bayer Leverkusen nicht über ein 2:2 (1:1) hinaus und verpasste es dadurch, sich weiter von der Konkurrenz abzusetzen. Am Sonntag kann Schalke 04 durch einen Erfolg gegen den Hamburger SV die Sachsen vom zweiten Rang verdrängen. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Die Highlights des Spieltags am Sonntag ab 9.30 Uhr in Bundesliga Pur

Leipzigs Trainer Ralph Hasenhüttl wurmte mächtig, dass seine Mannschaft in Überzahl ab der 52. Minute noch die Führung und somit zwei Punkte verspielt hatte (Ergebnisse/Spielplan der Bundesliga). "Nach dem Platzverweis und der anschließenden Führung war sicher mehr für uns drin", meinte der Österreicher.  

Der Rückstand der Sachsen auf Spitzenreiter Bayern München wuchs somit auf sechs Zähler (Die Tabelle der Bundesliga).

Hasenhüttl warnt vor Rückspiel in Monaco

"Heute haben wir gesehen, dass wir in manchen Situationen noch grün sind", resümierte Hasenhüttl und warnte mit Blick auf das Champions-League-Spiel am Dienstag in Monaco (ab 20.45 Uhr im LIVETICKER).

"Wir müssen am Dienstag gewinnen und deshalb werden wir das Spiel genau aufarbeiten. Wir dürfen in Monaco nicht solche Geschenke machen wie heute. Deshalb lege ich den Finger in die Wunde", sagte Hasenhüttl.

Trainer widerspricht seinem Kapitän

Damit widersprach der Trainer seinem Kapitän Willi Orban, der sich von dem Unentschieden bei der Werkself Rückenwind für das vorletzte Gruppenspiel der Sachsen in der Königsklasse versprach. "Wir können mit mehr Mut und Selbstvertrauen antreten als beim Hinspiel. Da wussten wir noch nicht, wo wir standen", sagte Orban mit Blick auf das 1:1 im Hinspiel gegen die Monegassen Mitte September.  

Hasenhüttl hingegen mahnte: "Wenn wir noch das Achtelfinale erreichen wollen, dürfen wir uns international nicht solche Fehler erlauben."

Volland erzielt den Ausgleich

Nach der Roten Karte für Benjamin Henrichs wegen absichtlichen Handspiels und dem anschließenden 2:1 durch den Strafstoß von Emil Forsberg sprach alles für die Gäste, die aber mit einem Mann mehr ins Schwimmen gerieten und Glück hatten, dass sie nur noch den Ausgleich durch Kevin Volland (74.) kassierten.

Leipzig war durch einen Foulelfmeter von Timo Werner (13.) in Führung gegangen, ehe Leon Bailey (44.) das 1:1 gelang. 

Herrlich gibt "irregulären Treffer" zu

Dass in dieser Szene Naby Keita verletzt am Boden lag, erhitzte nur kurz die Gemüter. "Ich habe mich mehr über unser Abwehrverhalten geärgert als darüber, dass Bayer weitergespielt hat", sagte Hasenhüttl und sein Bayer-Kollege Heiko Herrlich stellte fest: "Das war ein regulärer Treffer, da nur der Schiedsrichter das Spiel bei einer Verletzung unterbrechen soll."

Der Leverkusener Coach lobte zudem Mentalität und Moral seiner Mannschaft, die in dieser Saison vor eigenem Publikum ungeschlagen blieb.

Leverkusen mit starker Moral

Auch Sportdirektor Rudi Völler war happy: "Das war eine tolle Leistung von uns. Wie wir nach dem Platzverweis zurückgekommen sind, verdient Respekt. Wir sind zwar in der Tabelle keinen Schritt weiter gekommen, aber das werden wir auch noch schaffen, wenn wir so weiterspielen."